Baby kommt viel zu früh auf die Welt


Es war Tanja Anitucais zweite Schwangerschaft. Die Mutter war überglücklich und konnte die Geburt kaum erwarten – bis die Ärzte im sechsten Monat bei einer Untersuchung etwas Schreckliches feststellten: Tanjas Baby war lebensbedrohlich unterversorgt. Die Eltern standen nun vor der schweren Entscheidung, ihr ungeborenes Kind in der 23. Woche per Kaiserschnitt auf die Welt zu bringen oder ihr Kind im Mutterleib sterben zu lassen. Das Risiko bei dem Kaiserschnitt war groß, aber Tanja und ihr Mann sahen keinen anderen Weg. “Wagen wir es”, entschied die Schwangere.

Tanja Anitucai

Es ist am Samstag, den 24. September 2011, als die Ärzte des St. Elisabeth-Krankenhaus in Bochum Tanjas kleine Tochter ans Licht der Welt bringen. Zu der Zeit wiegt das Baby gerade einmal 370 Gramm, bei einer winzigen Größe von 25 Zentimetern. Somit ist es das kleinste Frühchen, das in dem Krankenhaus jemals lebendig geboren wurde.
Seine ersten Wochen verbringt die kleine Emmely-Maja in einem Brutkasten, während ihre Eltern sie nicht einmal berühren dürfen. Ihre Haut ist dünner als Papier und könnte bei jedem Kontakt verletzt werden. Doch Tanja hatte sich schon im Vorfeld gut auf die Risikogeburt vorbereitet und bleibt trotz des erschreckenden Anblicks ihres Babys stark.


Tanja Anitucai

Tanja Anitucai

Erst im Oktober ist es endlich so weit: Die beiden liebenden Eltern dürfen ihre Tochter zum ersten Mal vorsichtig in den Arm nehmen. Auf die lebenserhaltenden Gerätschaften, an die sie angeschlossen ist, ist Emmely-Maja allerdings noch immer angewiesen. Trotzdem scheint sie die Nähe zu ihren Eltern zu genießen. Erst Monate später, im Februar 2012, darf Tanja ihre Tochter endlich mit nach Hause nehmen. Ein weiteres Jahr lang überwacht ein Monitor ständig die Lebensfunktionen des geschwächten Babys – keine leichte Zeit für die Eltern. Zu allem Unglück muss ihre Kleine auch noch zwei Operationen überstehen, leidet an mehreren Infekten und einer gefährlichen Lungenerkrankung. Doch obwohl Emmely-Maja so zerbrechlich wirkt, ist sie ein aktives und glückliches Kind. Abgesehen von ihren Eltern passt auch ihr großer Bruder Florian gut auf sie auf.

Tanja Anitucai

Tanja Anitucai

Mittlerweile hat die Familie diese schlimme Zeit zum Glück überstanden und freut sich schon jetzt auf den fünften Geburtstag von Emmely-Maja! Ich wünsche ihr von ganzem Herzen alles Gute und viel Liebe und Kraft für die Zukunft. Teile diese berührende Geschichte mit allen, die du kennst.

Quelle WAZ
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