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Das ist was wirklich zählt, wenn du die große Liebe finden willst

Joan ist 70 Jahre alt und lebhaft. Ihr Alter sieht man ihr nicht an, sie hat wunderschöne, blaue Augen und weiße, glänzende Haare. An der Küste von San Diego erzählt sie: “40 Jahre sind wir jetzt verheiratet. Mit Hoch und Tiefs, aber immer glücklich.” Aber wie haben sie es geschafft, dass die Liebe zwischen ihnen weiter bestand und nicht, wie so oft in dieser Zeit, in die Brüche geht? Ihre Antwort lässt auf sich warten. Die Erinnerung scheint sie für einen Moment zu überwältigen: “Wir haben immer getanzt.” Ihr Lächeln und diese einfache Antwort hauen mich um. Aber wie kann man die Liebe frisch halten? Kann Liebe so einfach sein?

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Unsere besten Freunde gehen seit Jahren zu einem Paartherapeuten, geben viel Geld aus, um ihre Ehe zu retten. Aber sie schaffen es trotzdem nicht. Immer, wenn wir miteinander aus sind, gibt es eine Szene. Immer. Es ist anstrengend, und man kann ihnen ansehen, dass sie nicht glücklich sind. Was machen sie anders als Joan und ihr Mann John? Fast ein Jahrhundert sind sie zusammen und lieben sich noch immer, sie sind noch immer glücklich. Weil ihre Füße miteinander tanzen durften?

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Joan und John haben sich beim Tanzen kennen gelernt. Das ist ihre gemeinsame Leidenschaft, bis heute. Sie haben sich ein wundervolles Leben darum aufgebaut. “Wir haben immer getanzt.” Diese Worte brennen sich ein. In meinem Umfeld gibt es viele Scheidungen – und wenn sie sich nicht scheiden lassen, dann sind sie oft unglücklich. Ich bin ein Scheidungskind, bin selbst geschieden. Die Liebe ist so kompliziert. Hinter einer glücklichen Beziehung muss eine hohe Alchemie stecken, oder Schicksal, oder Gott oder was weiß ich. Vielleicht sind die meisten Menschen auch nicht für eine Ehe geschaffen.

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Aber laut Joan ist die Liebe ganz einfach. Sie und John sind doch der Beweis dafür. Man muss nur tun, wofür das Herz schlägt, und niemals damit aufhören. Aber die meisten Menschen denken, dass ihr Partner die Lücke zu füllen hat, die eigentlich nur durch das Tanzen gefüllt werden kann. Oder durch eine Leidenschaft, die einen packt, wodurch man sich so sehr lebendig fühlt. Wenn man das unterdrücken muss, was man liebt, führt das zu einer fatalen Dynamik zwischen zwei Menschen. Viele sind der Meinung, sie lieben nur, wenn der andere sie glücklich macht. Aber man kann niemand anderen glücklich machen. Man kann sich selbst glücklich machen – und damit den Menschen, der das Leben mit einem teilt.

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Man sollte sich gegenseitig ermutigen, die Dinge zu tun, die man liebt. Sonst überlebt die Beziehung nicht lange, oder nur mit viel Unglück auf beiden Seiten. Das Tanzen wird zu einem Streitpunkt. Innerhalb eines Jahres verliert ein neues Paar normalerweise viele Freunde. Viele machen ihre Beziehung, den Partner dafür verantwortlich, auch weil sie dann nicht mehr tanzen können. Dann wird die Beziehung beendet, neue oder die alten Freunde kommen, eine neue Beziehung fängt an – und die Freunde gehen wieder. Alles wiederholt sich. Und dann fragen sie sich, warum ihre Beziehungen nicht funktionieren.

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Sie verstehen nicht, dass die meisten Menschen unglücklich in ihren Beziehungen sind, weil sie selbst unglücklich mit ihrem Leben sind. Sie haben keine Freude am Leben, sie haben ihren Tanz noch nicht entdeckt. Bis zu dieser Beziehung hatte ich auch nur solche Beziehungen. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich mein Tanzen gefunden habe. Bei uns war es das puzzlen. Wir haben schon keinen Platz mehr an den Wänden, aber es ist schön, es gemeinsam mit ihm zu machen. So habe ich tanzen gelernt.

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Ich bin eine hoffnungslose Romantikerin. Aber das heißt nicht, dass ich alles ihm überlasse – ich selbst bin es, wo ihm oft romantische Überraschungen bereitet, ohne etwas zurück zu erwarten. Bis ich begriff, dass ich selbst zu hohe Erwartungen an meine Partner stellte, war ich dauerhaft unglücklich, kam aus unglücklichen Beziehungen, hoffte immer darauf, dass der nächste der eine wäre. So oft wurde mir so das Herz gebrochen, aus dem Ritter in schimmernder Rüstung mit dem Schimmel wurde ein Idiot in Alufolie mit einem Esel. Und dann, als ich eine Zeit lang alleine war, wurde es mir klar. Ich war glücklich. Single und glücklich.

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Es ist eine große Verantwortung und macht Angst, aber es ist möglich. Kein Mann, keine Frau kann dich so glücklich machen, wie du dich selbst. Ich hasste das Gefühl am Anfang, Verantwortung für mein Glück zu übernehmen. Und so wurde ich immer anhänglicher in jeder Beziehung, stürzte mich auch in Beziehungen, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt war, wie ich heute weiß. Und ich wurde immer wütender, weniger liebevoll und stieß jeden, der mir näher kommen wollte, irgendwann von mir. Auch meine Freundinnen wurden zu Feinden, weil sie ja immer gingen, wenn ich eine neue Beziehung hatte. Erfand Ausreden, warum ich sie von mir stieß. Und das alles machte ich so viele Jahre.

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Dann kam der Tiefpunkt. Meine letzte beste Freundin suchte die Aussprache und ich konnte ihr nicht mehr genau sagen, warum ich so wütend auf sie war. Es war wie ein kalter Entzug, als sie mir ihre Meinung geigte und dann ging. Depressionen, Angstzustände, Fragen, wer ich selbst war, durch alles musste ich durch. Das konnte ich nicht noch einmal durch machen. Und dann ging ich in mich, überlegte, wie es weiter gehen sollte. Meine Karriere trat in den Mittelpunkt, meine Kinder wurden das wichtigste und dann fing ich mit Yoga und puzzlen an. Und die Ruhe wirkte.

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Der Held würde nicht kommen. Das war mir klar geworden. Ich musste mich immer wieder selbst retten, auch vor mir selbst. Ich hatte Angst und war einsam, aber die Entscheidungen, die ich dann traf, machten mich glücklich. Inzwischen kann ich auch anderen Menschen zeigen, wie man glücklich wird, aber ich tue es nicht ungefragt. Denn auch das macht Beziehungen kaputt. Meine beste Freundin, mein bester Freund muss zu mir kommen und fragen, sie wissen beide, dass ich, das wir für sie da sind. Wie sie auch immer wollen. Erst dann werde ich ehrlich und offen mit ihnen reden, über ihre Beziehung. Sonst bin ich sehr ehrlich zu ihnen, aber in ihre Beziehung möchte ich möglichst wenig eingreifen, es sei denn, sie bitten mich darum.

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Ich bin glücklich, mit mir selbst, mit meinem Leben, und ich weiß, wofür mein Herz schlägt. Mein bester Freund ist mein Partner, das soll sich nicht ändern, aber selbst wenn, weiß ich, dass nicht nur er schuld ist. Dann muss ich wieder meine Mitte suchen und kann das auch – immerhin weiß ich inzwischen wieder, warum ich das tue und wie es sich anfühlt, wenn ich diese gefunden habe. Aber jeder meiner zukünftigen Partner muss meine Leidenschaft und meinen Rhythmus mit mir teilen, er muss mich nicht komplettieren, mich aber auf andere Gedanken bringen können, wenn ich es brauche. Aber glücklich muss er mich nicht machen – das kann ich alleine.

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Suche du dein Tanzen, es wird dir und deiner Beziehung helfen, glücklich zu werden. Und nimm dir die Zeit dafür, die du brauchst. Mach es zu deinem Punkt Eins auf jeder Liste, die du hast, zu deiner Priorität. Tu es nicht für deinen Partner, tu es für dich. Und glaube daran, dass du irgendwann jemand finden wirst, der deine Leidenschaften teilt und dich darin unterstützt. Wenn du deine große Liebe finden willst, fang an zu tanzen und tanze immer weiter. Ganz einfach. Oder?

Quelle Mindbodygreen

Mit diesen 5 Tipps schaffst du dir im Alltag mehr Zeit für dich

Wir verplempern viel zu viel Zeit. So fühlt es sich zumindest oft an. An vielen, vielen Tagen hat der Tag nicht genug Stunden, um alles zu erledigen. Aber Zeit sollte man nicht fahrlässig verstreichen lassen, sie ist viel zu wertvoll. Trotzdem braucht jeder von uns Freiräume, die nicht verplant sind, in denen wir uns selbst finden und unsere Seele baumeln lassen können. Denn unsere Tage sind inzwischen so sehr verplant, dass wir keine Zeit mehr für uns selbst haben – und das ist weder gesund, noch haben wir Zeit, um die kleinen Wunder zu genießen. Aber woher die Zeit nehmen?

Im Berufsleben zum Beispiel. Untersuchungen des Alltages haben ergeben, dass in vielen Unternehmen um die 20 % der Arbeitszeit vergeudet werden. Diese Zeit könnte eingespart werden, ohne dass man dabei weniger arbeitet.

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Zeitmanagement heißt, dass man in der gleichen Zeit nicht mehr erledigen soll. Sondern dass man in dieser Zeit auch etwas Freizeit einplant, in denen man Unfälle und das Unbekannte einplant. Und umso mehr du im beruflichen Alltag eingespannt bist, umso mehr brauchst du diese stillen Zeiten.

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Es ist aber auch erwiesen, dass diese kleinen Freiräume unser Hirn erst wieder richtig auf Touren bringen. Wenn unser Gehirn nur arbeiten muss, schaltet es irgendwann von selbst ab. Wir sind dann weniger leistungsfähig oder werden sogar krank. Der Körper holt sich früher oder später immer, was er braucht.

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Einige Tipps, mit denen man mehr Zeit einsparen kann:
• Führe ein Zeitkonto – Wie wenn Zeit Geld ist, kannst du ein Budget ansetzen. Lege für Zeitfresser ein Jahresbudget fest, und schaue, wie viel Zeit du tatsächlich dafür brauchst. Setze dir das Ziel, 10 % weniger Zeit dabei zu verschwenden. Die Buchführung nervt anfangs, ist aber letzten Endes sehr hilfreich. Du musst dieses Buch nicht ewig führen, einen Monat reicht, dann rechne es aufs Jahr hoch. Dann schaust du, dass du es in ein visuelles Diagramm, eine Säule oder einen Kuchen umwandelst, der Teil der Zeitfresser sollte dabei immer kleiner werden, Tag für Tag oder Woche für Woche. So lernst du, Konsequenter zu arbeiten.

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• Mit der Einrichtung der Zeitkonten kommen auch Rituale. Wenn du täglich EMails bearbeitest, dann solltest du das auf eine bestimmte Zeit am Tag fest legen, das fördert die Konzentration und schafft mehr Zeit für dich. Sie sollten über den Tag verteilt sein. Wie drei Mahlzeiten sollte man auch zum Beispiel drei EMail-Zeiten haben. Du bestimmst die Menge, wie du dich wohl damit fühlst.

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• Ein Treffen im Stehen? Hört sich erst mal verrückt an, aber so zieht sich das nicht ewig hin. Man kommt schneller auf den Punkt, gemütliche Atmosphären verlängern das alles unnötig. Kaum jemand mag diese langen Sitzungen, denn sie stören den Arbeitsalltag. Versuche, deine EMails mit der Sprachfunktion des Handys zu beantworten und weiteren Komfort zu reduzieren. So wirst du effektiver und schaffst dir Freiräume.

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• Klar, Zeit freischaffen ist leichter geschrieben als getan. Im Alltag ist es an manchen Tagen eine Herausforderung, an anderen einfach unmöglich. Plane sie einfach fest ein und lasse sie dort – egal, was passiert. Lass dir deinen Sport nicht vermiesen, deinen wöchentlichen Kino- oder Theaterbesuch. Oder den Tag, an dem der Abend dir und deinem Partner/deiner Partnerin gehört. Selbst wenn du dann etwas anderes für dich machst, ist das immer noch Zeit für dich. Und darum geht es.

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• Deine Zeitziele sind nicht immer realisierbar. Leb damit. Klare Tagesordnungen laufen schief, wenn dir zum Beispiel jemand ins auto fährt, du erkältet bist und dich nicht richtig konzentrieren kannst, dein Kopf schmerzt, weil du nicht genug Schlaf bekommen hast. Nimm dir weniger vor, du kannst an diesen Tagen dann so oder so kaum noch etwas erreichen.

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Bastian Schweinsteiger hat geheiratet. Aber jeder redet nur über das Brautkleid.

Die EM ist vorbei, und seither hat Fußball-Deutschland auf etwas anderes gewartet: Bastian Schweinsteiger soll endlich seiner Tennisspielerin Ana Ivanovic das Ja-Wort geben. So viel wurde über die Beziehung und die Verlobung der beiden geschrieben, jetzt wartete jeder auf diesen Schritt. Es ist die sportlichste Hochzeit des Jahres 2016, und dabei geht es mal nicht darum, das Runde in das Eckige – oder übers Netz – zu bringen. Sie haben sich aber alle bedeckt behalten, der Ablauf, die Gästeliste, der Tag der Hochzeit, alles sollte geheim bleiben.

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Quelle

Aber heute kam die Nachricht: In Venedig wird die Traumhochzeit statt finden, und einige eingefleischte Fans und Kamera-Teams fanden den Weg zu dem italienischen Standesamt. Sie wurden von Bodyguards abgehalten, aber einige Bilder konnten sie trotzdem durch schmuggeln. Früh am Mittag traf das Brautpaar auf einer Gondel ein, nur 40 Minuten dauerte die Trauung. Engste Familienangehörige und Freunde waren dabei. Ana war eine strahlende Braut in einem wunderschönen, schlichten Kleid. Die 28jährige Serbin wurde schon viel in den sozialen Netzwerken für Kleid und Bräutigam bewundert. Am Mittwoch geht es weiter, sie werden sich auch kirchlich trauen. Wer dann auf ein Prinzessinnenkleid hofft, könnte recht haben.

Dieses Video zeigt eine Rettung von Flüchtlingen mitten auf dem Meer.

Eine Idylle im Ägäischen Meer, bei Griechenland. Wunderbare Wellen, leichte Brise, angenehme Temperaturen kurz vor Sonnenaufgang. Am Himmel graut es noch nicht mal. Ein Rettungsboot fährt durch die Meer und durchsucht das glasklare, weite Wasser, welches zwischen Griechenland und der Türkei liegt. Sie suchen Reisende in Seenot. Schleuser arbeiten am liebsten in diesen dunklen Morgenstunden, sie fahren viele, verzweifelte Menschen von der türkischen Küste in die Europäische Union, genauer gesagt erst mal nach Griechenland. Im Juni gingen Reporter mit an Bord des Rettungsbootes, sie wollen aufklären, wie die Rettung und Sicherung der Flüchtlinge funktioniert. Mit den portugiesischen Behörden wurden sie auf das Boot gebracht. Die Bilder sind erschreckend.

Es wurde von der europäischen Gemeinschaftsagentur ‘Frontex’ ein portugiesisches Polizeiteam ins Leben gerufen, nachdem 2015 viele tote Flüchtlinge aus dem Wasser gezogen und von griechischen Stränden gefunden wurden. Sie sollen möglichst viele Leichen verhindern und die Flüchtlinge lebend auf dem Meer bergen. Die Einsätze sind umstritten, denn viele Kritiker behaupten, dass die Grenzschützer nicht effektiv genug arbeiten. Oder sie würden mehr als Abschreckung wirken. Die Reporter wollen viele Fragen klären.

Im Juni hat die dreiköpfige Crew 26 Erwachsene und Kinder gerettet, sie alle sind inzwischen auf der griechischen Insel Lesbos. Um 5.20 Uhr verlässt das Boot den Hafen.

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Molyvos zur Dämmerung. Bild: Willa Frej/The Huffington Post

“Wir fahren vom Hafen Molyvos, er liegt an der nördlichen Spitze von Lesbos. Die Crew hat Hotspot-Gebiete, in welchen vermehrt Flüchtlingsboote gesehen wurden. Es kreuzen viele große Schiffe im Mittelmeer, unseres ist nur ein kleines Boot. Wir können nur wenig Personen bergen, andere können bis zu mehreren hundert Menschen wochenlang aufnehmen. Unseres hat vorne und hinten kleine Decks, einen überdachten Bereich, in dem der Captain mit einem Radar Flüchtlingsboote sucht. Decken, Militärausrüstung und kugelsichere Westen, das Boot ist unter Deck gut ausgerüstet. Wenn sie Flüchtlinge bergen, wird alles benötigt.”

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Ein portugiesisches Polizeiboot. Bild: Willa Frej/The Huffington Post

Aus dem Urlaubsparadies, welches Vogelbeobachter und Touristen aus aller Welt anzog, ist eine Aufnahmestation geworden, ein Epizentrum der Flüchtlingskrise. Erst als im März der Deal zwischen der EU und der Türkei geschlossen wurde, sankten die Zahlen der Flüchtlinge und Migranten. Aber es sind immer noch viele Menschen, die den lebensgefährlichen Weg auf sich nehmen. Es ist nicht immer eine leichte Aufgabe, Polizist Ricardo Pereira berichtet: “Seit drei Monaten arbeiten wir schon auf See.” Drei Personen haben sie wiederbelebt, fünf Schleuser konnten sie aus dem Verkehr ziehen. Manche davon waren unter den Flüchtlingsbooten versteckt. Aber David Melo meint, dass sie unermüdlich weiter machen. Ihre Familie in der Heimat bestärke sie dabei.

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Captain Carlos Rodrigues funkt der griechischen Küstenwache. Bild: Willa Frej/The Huffington

Um 6.20 taucht ein kleiner, schwarzer Punkt auf dem Radarschirm auf. Der Captain beeilt sich und das Boot schießt auf einen Fleck am Horizont zu. Pereira holt ein Fernglas, versucht einen besseren Blick auf das Boot zu bekommen und gibt das Okay.

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Ricardo Pereira hält mit seinem Fernglas Ausschau. Bild: Willa Frej/The Huffington Post

Per Funk wird der Küstenwache aus Griechenland Bescheid gegeben. Aber erst mal kommen sie nicht näher ran, das Schlauchboot ist noch nicht in den griechischen Gewässern, die Helfer dürfen nicht in die türkischen Wasser vordringen.

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Das Schlauchboot ist mittlerweile gut sichtbar. Bild: Willa Frej/The Huffington Post

Als sie versuchen, die türkische Küstenwache zu erreichen, nimmt keiner ab. Niemand interessiert sich für die Flüchtlinge. Dabei wären sie zuständig, so lange das Boot in ihrem Gewässer ist. Zehn Mal versuchen sie es. Dann macht sich die portugiesische Besatzung breit, die kugelsicheren Westen werden angelegt. “Nur für den Fall.” irgendwie bin ich mir sicher, dass da auch Angst dahinter steckt.

Endlich, um 6.45, dürfen wir uns dem Schlauchboot nähern. Alle sind an Deck, fassen mit an. Auch ein schwedisches Rettungsboot ist inzwischen in der Reichweite und bietet Hilfe an.

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Das Boot nähert sich dem Rettungsschiff. Bild: Willa Frej/The Huffington Post

Alle Crew-Mitglieder weisen immer wieder darauf hin, dass sie das Boot anhalten sollen. Endlich geht der Motor aus. Man dreht bei, die Boote liegen nebeneinander. Dann werden Bojen zu den Passagieren geworfen, die Menschen zittern und haben sichtlich Angst. Sprechen wollen sie eigentlich gar nicht. Auf Englisch wird eine erste Kontaktaufnahme durch geführt.
“Wo kommt ihr her?” ist die erste Frage der Crew.
“Nigeria, Kongo, Syrien”, der Mann, welcher die Sprecherrolle übernommen hat, zögert.
“Wie viel hat euch diese Überfahrt gekostet?” fragt die Crew wieder.
“Tausend Dollar.” meint der Mann.

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Rodrigues, Pereira und Melo bitten die Passagiere auf dem Schlauchboot, erst einmal ruhig sitzen zu bleiben. Bild: Willa Frej/The Huffington Post

“Gibt es medizinische Notfälle, dringende Behandlungsnot?” fragt die Crew.
“Nein.” meint der Mann.
Inzwischen haben sie auch die türkische Küstenwache am Funk. Angeblich hätten sie das Funkgerät überhört, weshalb sie die Flüchtlinge nicht retten konnten. Laut Rodrigues hat die Türkei schnelle Schiffe, welche es ihnen leicht machen würde, solche Schlauchboote einzuholen.

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Frauen aus Nigeria und dem Kongo warten darauf, an Land gebracht zu werden. Bild: Willa Frej/The Huffington Post

Um 7 Uhr kommen 26 Menschen auf das Boot, drei Kinder sind darunter. Diese werden zuerst versorgt und auf dem Boot unter Deck gebracht. Dann sind die Frauen dran, zuletzt die Männer. Eine der Frauen, angeblich heißt sie Marie, spricht gut französisch. Ihre Familie hätte ihr geholfen, aus dem Kongo zu entkommen. Eine Woche musste sie in einem türkischen Wald leben, erst an diesem Morgen seien sie in das Boot gestiegen. Niemand warte auf sie in Europa, sie wisse nicht, wo sie hin soll. Eine andere Frau mit den drei Kindern sitzt im Innenraum. Direkt neben Rodrigues. Er fragt sie, ob der Mann, der eines der Kinder heben wolle, der Vater sei, er schüttelt den Kopf. Die Mutter weint leise, bevor sie erklärt, dass der Vater der Kinder in Syrien bei einer Explosion das Leben verloren hat.

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Die Mutter und ihre Tochter sind sichtlich erschöpft. Bild: Willa Frej/The Huffington Post

Nochmals wird die griechische Küstenwache angefunkt, wir nehmen Kurs auf die Küste. Das Schlauchboot wird mit all seinen Rucksäcken und Taschen an das Rettungsboot gebunden, dann geht es los. Als klar ist, das es nach Griechenland, in die EU geht, klart die Stimmung unter den Flüchtlingen merklich auf. Sogar die Mutter lächelt. Aus immer mehr Ländern kommen die Geretteten, sogar aus der Dominikanischen Republik und aus Neapel sind Flüchtlinge inzwischen dabei. Die Türen zu Europa werden aber immer kleiner. Mit dem Deal zwischen der Türkei und der EU dürfen immer mehr Mitgliedsstaaten ihre Grenzen dicht machen und Flüchtlinge abweisen. Diese stranden dann in Griechenland, die Griechen wissen auch nicht mehr wohin mit ihnen. Zur Zeit sitzen laut dem Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (Juni 2016) 44.148 Flüchtlinge und Migranten auf dem griechischen Festland fest – 8.430 weitere auf den Inseln, die zu Griechenland gehören.

Um 8.20 sind wir an der Küste angelangt. Die meisten Flüchtlinge haben Winterjacken an, sie versuchen, der aufgehenden Sonne auszuweichen, um nicht geblendet zu werden. Dann ist Lesbos sichtbar. Ein Junge drückt sich ans Fenster und schaut nach Griechenland.

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Ein Junge wirft einen ersten Blick auf Europa. Bild: Willa Frej/The Huffington Post

Vor einigen Monaten wurden hunderttausende orangefarbene Rettungswesten bei Lesbos angespült. Es sieht aus, als wenn die Flüchtlingskrise dort alles überschattet. Die Behörden haben hart gearbeitet, um die Überreste zu entfernen, die Rettungswesten und die gekenterten Boote sind inzwischen auf Mülldeponien. Stapel von mindestens drei Metern Höhe gemahnen aber noch an diese Tage.

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Die Rettungswesten werden auf Stapeln gelagert. Bild: Willa Frej/The Huffington Post

Skala ist ein idyllischer Hafen im Osten von Molyvos, hier arbeiten Freiwillige der ‘NGO Lighthouse Relief’, sie helfen den Neuankömmlingen vom Rettungsboot. Die Helfer verteilen Wasserflaschen, Kekse und Decken, die Flüchtlinge stehen mit ihren Winterjacken im 30 ° heißen Sommer und halten sich doch die Decken um. Jetzt dürfen sie europäischen Boden betreten. Sie haben immer noch Angst, dass man sie zurück schickt.

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Ein syrischer Flüchtling bedankt sich bei Melo. Bild: Willa Frej/The Huffington Post

Die Helfer bringen die Flüchtlinge in einen schattigen Bereich, sie können dort Plastikcontainer nach Schuhen und Kleidung durchsuchen. Die Crew steigt wieder ins Schlauchboot, die Rucksäcke und Taschen werden unter den Flüchtlingen ihrem Eigentümer gegeben. Ein Bus wird die Menschen nach Moria oder Kara Tepe bringen, Flüchtlingscamps auf Lesbos. Die Crew lässt die Luft aus dem Schlauchboot und wirft es auf den steinigen Strand. Dann ziehen sie wieder los.

Der Text entstammt aus der Worldpost.

Wird Heidi bald heiraten? Hier ist ihre knallharte Antwort

Heidi Klum ist eine starke Frau, die schon viel mit- und durchgemacht hat. Heute spricht sie über ihr weiteres Leben, wie sie sich selbst sieht und ob sie ihrem aktuellen oder einem eventuellen zukünftigem Freund noch einmal das Ja-Wort geben möchte. Sie ist 43 Jahre alt, was man ihr nicht ansieht, war schon zwei Mal verheiratet, einmal mit Star-Friseur Ric Pipino und einmal mit Popstar Seal und wurde wieder geschieden, hat vier Kinder und lebt wieder glücklich in einer Beziehung mit dem 29jährigen Kunsthändler Vito Schnabel – (noch?) ganz ohne Ehering.

heidi

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Offensichtlich hatte sie genug Ehen, denn die Frage nach einer weiteren Eheschließung verneint sie vehement. Sie hat genug von dem ‘bis ans Lebensende’, wenn es dann so oder so nicht funktioniert. “Wenn alles so läuft, wie es ist, warum sollte man das auch ändern?”, und trotzdem bezeichnet sich das ehemalige Model als Romantikerin. Sie liebe es, verliebt zu sein und Schmetterlinge im Bauch zu haben. Das reiche ihr.

Je unordentlicher du bist, desto kreativer und intelligenter bist du auch

Bist du unordentlich? Dann solltest du dich mal fragen, warum. Es ist nicht immer so, dass es ist, weil du einfach faul bist oder keine Ordnung halten willst, es kann auch einen ganz anderen Grund haben. Jedem wurde in der Kindheit eingetrichtert, dass er sauber und reinlich zu sein hat, und vor allem das nichts herum liegen sollte. Man muss immer den Fußboden sehen können. Aber es hat immer nur einige Stunden gebraucht – und dann sah alles wieder wie vorher aus. Woran das liegt? Hier kommt die Antwort:

Young Woman Sits on a Chair in a Messy Bedroom Using a Mobile Phone

Quelle 

Es ändert sich nicht immer, wenn man Erwachsen wird. Immer und überall hinterlässt man Chaos, ohne es eigentlich zu wollen. Aber du kannst auch nichts dagegen tun, es ist eben so, egal, wie man sich anstrengt. Egal, wie schlecht das Gewissen ist. Nur ist das alles falsch. Es ist keine Schwäche, keine Ordnung halten zu können, sondern eine große Stärke. Denn die Menschen, die immer etwas Chaos um sich haben, sind meist kreativer und intelligenter. Das habt nicht nur eine Studie belegt.

Kathleen D. Vohs ist Professorin an der Carlson School of Management der University of Minnesota. Sie hat mit zwei Kollegen unterschiedliche Versuche durchgeführt, sie wollten wissen, warum manche Menschen unordentlicher sind als andere. Der Mythos, das ordentliche Menschen sich mehr an sozialen Normen orientieren und sich konventioneller verhalten, gilt es zu beweisen oder zu zerstören.

In der ersten Runde wurden Testpersonen befragt, in zwei verschiedenen Räumen. Einen ‘unordentlichen’ Raum und einen ‘ordentlichen’ Raum, sie sollten je ein Menü an Getränken auswählen, einmal ‘klassisch’ und einmal ‘neu’. Die Testpersonen in dem ‘unordentlichen’ Raum griffen mehrheitlich nach den ‘neuen’ Getränken. Die Umgebung hat also auf alle Teilnehmer eine ähnliche Wirkung, sie hat sie beeinflusst, sich origineller zu verhalten. Originelles Verhalten ist neu und von der Norm abweichend, es ist kreativ.

Dann wurden die Probanden wieder in die Räume geschickt und sollten sich neue Ideen für die Benutzung eines Gegenstandes einfallen lassen. Und hier ließ sich das erste Testergebnis bestätigen, die Menschen im ‘unordentlichen’ Raum waren bedeutend kreativer. Sie wurden fünfmal mehr als “sehr kreativ” beurteilt.

Auch die ‘Northwestern University’ hat diese Verbindung von Unordentlichkeit zu Kreativität bestätigt. Eric Abrahamson arbeitet als ‘Professor for Business Management’ an der ‘New York University’ und kümmert sich um unterschiedliche Systeme. Als Systeme sind Büros, Organisationen, Industriekomplexe gemeint. Jede Größe betreut er. Er untersucht, wie sie funktionieren, je nachdem wie sie strukturiert sind, werden sie schneller und effizienter? Eric hat auch in seinem Buch interessante populärwissenschaftliche Fakten zusammen geschrieben. Er und sein Co-Autor sind sich sicher, das Kreativität entsteht, wenn Dinge aus unterschiedlichen Kategorien vermischt werden. Unordnung kann das Gehirn stimulieren und neue Kombinationen ergeben. Wenn man die Zahnbürste nicht mal mit in die Küche nimmt, kann man nicht heraus finden, dass sie wunderschöne Muster auf Fondant zaubern kann.

Das ist nachvollziehbar. Aber die Neurowissenschaft und die Psychologie tun sich schwer bei dem Zusammenhang von Intelligenz und Kreativität. Und es wurde inzwischen erforscht, dass Kreativität ein Teil der Intelligenz ist. Es sind Aspekte der kognitiven Leistungsfähigkeit. Es wurde eine Schwellen-Hypothese (‘threshold hypothesis’) aufgestellt, in der überdurchschnittliche Intelligenz und überdurchschnittliche Kreativität Hand in Hand gehen.

Was heißt das für uns? Unordentlichkeit ist keine schlechte Angewohnheit, eher ist es ein Merkmal für aussergewöhnliche Kreativität. Also weg mit dem schlechten Gewissen. Jeder, der euch sagt, dass es schlecht ist – reibt ihm diese Fakten unter die Nase! Oder fragt nach Einstein’s Art: “Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was sagt dann ein leerer Schreibtisch über den Menschen, der ihn benutzt aus?”