An diesen Symptomen erkennst du einen Eisenmangel


Eisen ist eigentlich ein Metall, doch obwohl sich das nicht nach etwas Essbarem anhört, ist es in Wirklichkeit ein wichtiger Nährstoff. Das Problem? Millionen von Menschen nehmen nicht genug Eisen zu sich – mit schlimmen Folgen. Genau genommen ist Eisenmangel nach Angaben der WHO sogar die häufigste und am weitesten verbreitete Mangelerscheinung der Welt. Etwa 2 Milliarden Menschen sind betroffen, das sind ganze 30% der Weltbevölkerung. Aufgrund des Mangels leiden sie an Anämie, einer Begleiterscheinung, die zusammen mit dem Eisenmangel auftritt. Wegen dem erhöhten Blutverlust während der Menstruation, sind Frauen und Mädchen besonders oft betroffen. Ein Ausbleiben der Monatsblutung sollte immer als ernstes Warnzeichen gesehen werden.

Ausreichend Eisen zu sich zu nehmen ist für gesundes Blut, körperliche Fitness und die allgemeine Gesundheit äußerst wichtig. Ein Mangel erhöht gleichzeitig das Risiko für innerliche Blutungen, Depressionen, Müdigkeit und Infektionen. Falls du dir nicht sicher bist, ob du an einem Eisenmangel und der damit einhergehenden Blutarmut leidest, dann sieh dir die folgenden Symptome an. Falls mehr als eines davon auf dich zutrifft, solltest du bei deinem Hausarzt einen Bluttest durchführen lassen und gegebenenfalls Nahrungsergänzungsmittel zu dir nehmen. Doch glücklicherweise ist es ganz einfach, auch über seine Nahrung mehr Eisen aufzunehmen! Aber welche Aufgaben erfüllt Eisen eigentlich in deinem Körper? Extrem viele! Eisen ist ein wesentlicher Bestandteil unsere Körpers, der zur Produktion von Hemoglobin notwendig ist. Hemoglobin ist ein Protein, das es dem Blut ermöglicht, Sauerstoff durch den Körper zu transportieren. Und Sauerstoff, wiederum, ist lebensnotwendig. Das Metall hilft auch dabei, Elektronen zwischen Zellen auszutauschen und ist wichtig für die Funktion von Enzymen. Um diese wichtigen Funktionen aufrecht zu erhalten, müssen Männer etwa 10 und Frauen sogar 18 mg Eisen am Tag zu sich nehmen. Doch woran bemerkt man, dass man an einem Eisenmangel leidet?


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Symptom #1: Müdigkeit
Wenn dein Blut zu wenig Sauerstoff enthält, transportiert es nicht genug davon durch deinen Körper und in dein Gehirn, was dazu führt, dass du dich müde und schlapp fühlst. Bit du erschöpft, obwohl du nicht gerade im Stress oder unausgeschlafen bist, könnte der Eisengehalt in deinem Blut Schuld sein.

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Symptom #2: Atemnot
Der Sauerstoffmangel kann auch zu Atemnot und Kurzatmigkeit führen, sodass du immer das Gefühl hast, nicht genug Luft zu bekommen. Menschen mit akutem Eisenmangel sind schon nach kleinen Anstrengungen wie Treppensteigen außer Atem.

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Symptom #3: Blässe
Hemoglobin, das mithilfe von Eisen hergestellt wird, gibt deinem Blut die rote Farbe. Im Falle eines Mangels erscheint deine Haut deswegen blasser, als sie eigentlich sein sollte. Bei Menschen mit sehr heller Haut ist das oftmals einfacher zu erkennen, allerdings sollte jeder einen Arzt aufsuchen, dessen Zahnfleisch, Lippen oder untere Augenlider weniger rosa oder rötlich als normalerweise erscheinen.

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Symptom #4: Brüchige oder gewölbte Fingernägel
Jeder Teil deines Körpers ist auf Sauerstoff angewiesen, um zu wachsen und zu gedeihen – das gilt auch für deine Nägel. Wenn sie plötzlich sehr brüchig und spröde wirken, könnten niedrige Eisenwerte der Auslöser sein. Eisenmangel zeigt sich an den Nägeln zudem auch in Form von ungewöhnlichen Wölbungen und Rillen.

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Symptom #5: Haarausfall
Genau wie deine Nägel, benötigen auch deine Haare Sauerstoff. Wenn sie nicht genug erhalten, werden sie schwach, brüchig und neigen dazu, auszufallen. Haarausfall ist auch ein Zeichen dafür, dass dein Körper so verzweifelt ist, dass er die Nährstoffversorgung zu “unwichtigen” Körperteilen abbricht, um die Gesundheit der wichtigsten Organe zu schützen. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Sobald deine Eisenwerte wieder normal sind, wachsen deine Haare gesund weiter.

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Symptom #6: Kopfschmerzen
Ein Gehirn, das unter Sauerstoffmangel leidet, fühlt sich nicht wohl und das zeigt sich in regelmäßigen Kopfschmerzen. Sie treten auf, wenn die Arterien im Gehirn anschwellen, weil der Sauerstoffgehalt im Blut nicht hoch genug ist. Zusammen mit ständiger Müdigkeit sorgt das dafür, dass Menschen mit Eisenmangel sich nur für kurze Zeit auf eine Sache konzentrieren können.

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Symptom #7: Kälteempfindlichkeit
Das Blut, das durch deinen Körper fließt, hält dich warm, insbesondere wenn es viel Sauerstoff enthält. Eisen ist auch besonders wichtig für die Funktion der Schilddrüse, die dabei hilft, deine Körpertemperatur zu regulieren. Niedrige Eisenwerte führen dazu, dass dir oft kalt ist, selbst wenn du dich nicht in der Kälte aufhältst.

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Symptom #8: Restless-Legs-Syndrom
Restless-Legs-Syndrom, zu deutsch das Syndrom der ruhelosen Beine, verursacht zuckende, nervöse Bewegungen in den Beinen, die Betroffene nachts oft stundenlang wachhalten. Es entsteht durch eine Fehlfunktion der Eisen-absorbierenden Rezeptoren im Gehirn, die eigentlich Dopamin ausstoßen sollten. Stattdessen senden sie bei Eisenmangel Signale an die Nerven, die deswegen nicht zur Ruhe kommen können.

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Symptom #9: Depressionen
Wer wenig Energie hat und ständig müde ist, hat an sich schon kein leichtes Leben. Doch noch dazu beschränken sich die negativen Auswirkungen niedriger Sauerstoffwerte nicht nur auf die körperliche Gesundheit. Wie eine Studie aus dem Jahr 2013 zeigt, besteht auch eine Verbindung zwischen Eisenmangel und psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Bipolaren Störungen und ADHS. Auch wenn Anämie nicht immer sofort Depressionen auslöst, führt sie meistens zu ähnlichen Symptomen wie Reizbarkeit, Appetitlosigkeit und Stimmungsschwankungen.

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Was kannst du tun, wenn du denkst, dass du an Eisenmangel leidest?
Falls du Angst hast, nicht genügend Eisen zu dir zu nehmen, solltest du einen Hausarzt zurate ziehen. Ein einfacher Bluttest verschafft dir Klarheit. Möglicherweise verschreibt dir dein Arzt ein Ergänzungsmittel oder hilft dir dabei, deine Ernährung anzupassen.

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Wie kannst du dafür sorgen, dass deine Eisenwerte gesund bleiben?
Es ist nicht schwer, durch deine Nahrung genügend Eisen zu dir zu nehmen! Dunkles Blattgemüse, Bohnen, Austern, rotes Fleisch und speziell angereicherte Cerealien enthalten viel Eisen. Vitamin C kann bei der Eisenaufnahme helfen.  Außerdem kannst du deinem Essen noch mehr Eisen hinzufügen, indem du es in einer gusseisernen Pfanne zubereitest.

Trotzdem solltest du niemals zu viel Eisen zu dir nehmen, denn auch das kann deinem Körper schaden! Wenn du dir nicht sicher bist, wie viel du wirklich benötigst, dann sprich zuerst mit deinem Arzt. Leidest du an einem oder mehreren Symptomen von Eisenmangel? Teile diesen Ratgeber mit allen, die du kennst, um auch sie auf die Gefahren aufmerksam zu machen.

Quelle littlethings
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