Gefährliche Hochzeitsfotos


Wie sehr vertraust du deinem Partner? Selbst nach der Eheschließung ist das nicht immer 100%ig. Hier wird aber unbedingtes Vertrauen erfordert – und das ausgerechnet bei den ersten Bildern in einer jungen Ehe. Ein Fotograf macht die weltweit extremsten Hochzeitsbilder – während das Paar in eine über 100 Meter tiefe Schlucht blickt! Was wir davon halten sollen? Der Wagehals Jay Philbrick bietet Paaren ein wahrhaft einzigartiges Hochzeitsfotoalbum an. Für die Bilder ermutigt er sie, ihre Leben in die jeweils anderen Hände zu legen und sie eine endlos hohe Klippe hinunter hängen zu lassen. Die Eheleute Christie Sulkoski und Kevin Coleman haben nun Hochzeitsbilder, in denen sie in ihren Hochzeitsklamotten eine Klippe hinunter hängen:

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Zwischen den Eheleuten geht es um die Grenzen ihrer Ehe, des Vertrauens in der Ehe. Sie baumelt von einem Felsvorsprung, gehalten von seiner Hand. Eine symbolische, stellvertretende Geste für den Rest ihres gemeinsamen Lebens. Der 62jährige Fotograf Jay meint, dass die Kante etwa 10 Meter unter dem Gipfel ist, etwa 100 Meter über dem Boden liegt. Die Brautleute werden mit einem Seil gesichert auf den Sims hinab gelassen, die Gurte und das Sicherungssystem ist verlässlich. Die Fahrt hoch zur Klippe ist gefährlicher als der Abstieg und die Bilder. Auf dem Sims werden die beiden gesichert.


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Trotz allem eine mutige und furchteinflößende Perspektive. Unter den Beinen 100 Meter freier Fall – wer hätte da keine Angst?

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Die Braut, Christie hängt von der Klippe. Anscheinend hält sie nur die Hand ihres Mannes, als letzte Rettung. Aber beide sind gesichert, keiner war in Gefahr.

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Der Fotograf erzählt, dass viele Bräute ihr Brautkleid schon an haben, wenn sie absteigen, aber manche Kleider sind auch zu lang, oder sie haben Angst, die Kleider zu verschmutzen. Viele kommen nur wegen dieser Fotografien zu dem Fotografen, der in North Conway, New Hampshire lebt. Er hat diese Art, Extremfotografien zu gestalten, die begeistern. Jahrelang hat er als Kletterführer in den Bergen gearbeitet und kam so auf die Idee. Angeblich sucht er zwar nicht die Gefahr, aber dies sind für ihn die wunderbarsten Orte. Gletscherklippen, steile Schneehänge und unter Wasser – das sind seine Orte. Sie haben alle ihre eigenen Herausforderungen, dazu kommt immer die Kundenbetreuung, der Umgang mit bestimmten Utensilien und andere Gefahren. Wenn das Paar bereit ist, bekommen sie Tipps, wie sie sich bewegen, verändern sollen, neue Posen sind immer willkommen.

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Aber nicht nur Paare fotografiert Jay. In den meisten Bildern sind die Sicherungen nicht sichtbar, so geschickt setzt er Licht und Schatten und Winkel ein. Er arbeitet so wenig wie möglich mit Photoshop. 90 Minuten dauert ein durchschnittliches Shooting, Jay’s Frau Vicki ist meist dabei, oft auch ein dritter Kletterführer, damit die Ausleuchtung auch stimmt. Viele der Aufnahmen stammen aus den White Mountains, New Hampshire, seit 2008 fotografiert Jay so. Das erste Paar, welches er so fotografierte, waren erfahrene Kletterer, die Jay halfen, seine erste Idee ausbauen zu können.

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Ob er absichtlich nach gefährlichen Stellen sucht, verneint der Fotograf, aber er scheint immer auf solchen Plätzen zu landen. Schnee, Eis, Wasser, Fels – und der Erfolg gibt ihm recht.

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Aber man sollte immer mit einem Profi zusammen arbeiten, sonst kann schnell etwas schief gehen.

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Die Ballerina ist eines der besten Werke – wie sie ihre Schritte auf der engen Klippe einübt.

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Die Arbeiten sind genial, im Nachhinein sieht man die Sicherheitsausrüstung nicht mehr. Manchmal braucht er dafür Photoshop, meist aber ohne.

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Als Fotograf muss er sich körperlich ganz schön ins Zeug legen, über, unter, neben dem Paar, Jay gibt alles, um perfekte Bilder zu bekommen. Er hat immer neue Ideen, wie er ein Paar so schön in Szene setzen kann, schöne Objekte in einer rauen und harten Umgebung. Nur einmal hat eine Braut kalte Füße bekommen, als sie die Klippe gesehen hat, das Shooting wurde dann an einem weniger gefährlichen Ort fort gesetzt.

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Auch Vicki, Jay’s Frau ist von der Art dieser Fotografien begeistert.

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Naturschauspiele und Landschaften als Kulisse – schöner als ein angelegter Garten. Auch das Paar vor den Polarlichtern ist atemberaubend schön. Dieses Paar ist übrigens auch das, welches bei der Klippe gekniffen hat. Die Shootings beginnen bei Sonnenaufgang, um genug Licht und Zeit zu haben, das eine perfekte Bild zu finden.

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Oft braucht es stundenlang, bis alles stimmt, manchmal müssen sich die Nebel erst verziehen. Die meisten Paare warten geduldig.

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Eine der Bräute bestand auf Eis als Thema – diese kleine, eisige Höhle war perfekt für dieses Vorhaben.

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Ganz nah von oben fotografiert ergeben sich wunderbare Bilder. An manchen Tagen ist viel Nebel, da wird dann improvisiert und es werden wunderbar dramatische Bilder daraus. Manchmal ist auch der Nebel zu dicht, so dass er das Paar nicht mehr erkennen konnte. Aber es darf auch nicht jeder diese Bilder machen, Jay wählt seine Modelle sorgfältig aus. In seinem Portfolio kommen Models, Tattoo-Models und Tänzerinnen vor, die nach dem gewissen etwas suchen.

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Heute arbeitet er mit vielen Menschen zusammen, an vielen verschiedenen Orten.

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Quelle PhilBrickPhoto
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