Baby wird nach nur einer Stunde in der Fruchtblase geboren

Jede Geburt ist ein einzigartiges und wunderbares Ereignis. Manchmal ist es schon das dritte oder vierte Baby, manchmal bist du froh, dass nach endlosen Komplikationen alles vorbei ist – jede Geburt ist besonders und schön auf ihre eigene Art. Aber für diese junge Mutter und ihren kleinen Sohn war es besonders ungewöhnlich – genauer gesagt, die Chancen standen 1:80.000. Denn der Junge wurde in der vollständig intakten Fruchtblase geboren. Eine solche Geburt ist an sich schon sehr selten – aber dass sie fotografiert wird, ist noch seltener.

Als bei Keely Kilmer die Wehen einsetzten, ahnte sie noch nicht, dass sie etwas miterleben würde, das nur wenige Mütter jemals zu Gesicht bekommen. Keely und ihr Partner David Lewis waren verblüfft, als ihr Sohn nach nur einer Stunde Wehen geboren wurde – und das auch noch in der intakten Fruchtblase. David Toby Lewis kam mit 2948 g zur Welt, und die Entbindung verlief schnell und problemlos.

In der Schwangerschaft wächst im Körper einer Frau nicht nur ein Baby heran, sondern auch ein Lebenserhaltungssystem, das den Kleinen neun Monate lang ernährt und schützt. Die Plazenta (auch Mutterkuchen genannt) ist ein ganzes Organ voller Nährstoffe für das Baby; außerdem ist der Fötus von einer Fruchtblase umgeben, die das Fruchtwasser enthält, in dem das Baby schwimmt und so vor Stößen geschützt ist.

Bei fast jeder Geburt platzt die Fruchtblase, kurz nachdem die Wehen einsetzen, und das Fruchtwasser fließt ab. Während der Wehen und der eigentlichen Geburt löst sich die Fruchtblase normalerweise vom Baby. Aber bei der Wassergeburt von David Toby Lewis war das nicht der Fall.

Es ist schwer zu sagen, warum genau David in der Fruchtblase geboren wurde. Die Wehen dauerten nur eine Stunde, und alles verlief sehr unkompliziert. Kilmer selbst sagt: “Um den Mittag herum ging ich ins Krankenhaus und um ein Uhr war er da. Natürlich hatte ich Schmerzen, aber sie waren nicht unerträglich.”

Zwar war das Fruchtwasser abgegangen, aber es ist möglich, dass die Fruchtblase an Ort und Stelle blieb, weil die Geburt so leicht war. Viele Freunde und Familienmitglieder waren dabei, David Tobys Großmutter hielt das Ganze auf Band fest. Sein Mutter beschreibt die Erfahrung so: “Es war unglaublich. Ich konnte es gar nicht glauben. Es war ein ganz besonderes Gefühl. Seinen kleinen Körper so zu sehen, in der Fruchtblase – die ihn neun Monate lang geschützt und ernährt hatte – war eine einmalige Gelegenheit.”

Der Vater, der ebenfalls David heißt, war sprachlos, als seine Partnerin seit dreieinhalb Jahren ihren Sohn unter so ungewöhnlichen Umständen zur Welt brachte. Seine Mutter und Großmutter waren bei der Geburt dabei, und es war seine Mutter, Jennifer Lewis, die den seltenen Anblick fotografierte. “Ich habe gehört, dass es ein Zeichen von besonderen Kräften und lebenslangem Glück sein soll – auf jeden Fall ist er ein Glücksfall für uns”, sagte David.

Früher wurden Geburten in der Fruchtblase als Zeichen für Glück und eine gute Zukunft gesehen. Hoffentlich wird der kleine David Toby (der inzwischen bei seinem zweiten Namen gerufen wird) ein tolles Leben haben! Der Gedanke dahinter ist, dass Babys, die hinter einem “Schleier” zur Welt kommen, einen anderen Blick aufs Leben haben und besonders intuitiv und einfühlsam sein sollen.

Wie es aussieht, wird der kleine Mann den Erwartungen gerecht: Mit fünf Monaten, runden Bäckchen und niedlichem Gesicht, hat er schon drei Zähne! Teile diese Geschichte mit deinen Freunden!