Mutter wird im Supermarkt böse beschimpft und postet bewegenden Brief auf Facebook


“Es war unangebracht. Ich war mit meinem Baby nur einkaufen und wurde sehr unfreundlich und unsanft von einem völlig Fremden unterbrochen. Mein Name ist Kelly Dirkes – und ich wurde von diesem Fremden beschuldigt, meine Tochter völlig zu verderben. Angeblich würde mein Kind nie auf eigenen Beinen stehen, weil ich sie viel zu sehr verhätschle. Viele verurteilen andere nebenbei, ohne den Hintergrund zu kennen. Ich habe mich aber geweigert, diese Aussage so hinzunehmen und will antworten. Ich will diesem Fremden antworten, der keine Ahnung von mir, von meinem Kind, von meiner Erziehung hat.”

“Lieber Fremder.
Ich habe Sie gehört. Ich würde mein Baby verhätscheln und verderben. Mein Kind würde nie unabhängig werden, ich lächelte aber nur, küsste mein Kind auf den Kopf und fuhr mit dem Einkaufen fort.”

“Wenn Sie nur wüssten, was ich weiß.
Wenn Sie wüssten, dass mein Baby die ersten 10 Monate seines Lebens in einer sterilen Metallkrippe verbracht hat, niemand hat sie getröstet, niemand konnte sie anfassen. Sie hatte nur ihre Finger, an denen sie saugen konnte.
Die ersten paar Minuten, als ich sie auf der Brust liegen hatte, flüchtige Momente, blankes Entsetzen, als sie mir sagten, dass etwas nicht stimmt. Sie hatte Angst und wurde in dieses sterile Ding gelegt, ohne menschlichen Kontakt, ohne menschliche Wärme. Als ich sie dann wieder halten durfte, wusste sie erst nicht, wie sie reagieren sollte. Sie kannte ja nur ihr Bettchen, und als sie weinte, durfte ich sie endlich hoch nehmen. Die Angst war so lange ein ständiger Begleiter ihres Alltags, dass sie es nicht fassen konnte, dass sie nun Geborgenheit verspüren konnte.
Wenn Sie wüssten, wie lange das Baby innerlich immer wieder schrie – denn die Geborgenheit ist für ein Neugeborenes das Wichtigste. Es lässt sie überleben, wissen, dass da jemand ist, der sie schützt.
Wenn Sie wüssten, was ich weiß.
Dann würden Sie verstehen, dass wenn mein Baby auch nur wimmert, ich sofort bei ihm bin und es hoch nehme – denn jetzt darf ich das.”

“Wenn mein Baby morgens und nach ihrem Nickerchen schreit, dann bin ich über diesen Ton froh – denn dann kann ich sie aus ihrem Bettchen holen und mit ihr schmusen. Ich kann ihre Windeln wechseln und sie füttern. Wie schnell sie einschläft, sich sicher fühlt, wenn sie in meinem Arm liegen kann … und wie sie weint, wenn sie ohne die Sicherheit ist.
Wenn Sie nur wüssten, was ich weiß.
Ein Baby zu verhätscheln ist der wichtigste Job, den man haben kann. Es ist ein Privileg. Ich werde sie tragen, so lange es mir möglich ist. Bis sie gelernt hat, dass sie bei mir sicher ist. Dass sie zu mir gehört. Dass sie geliebt wird.
Wenn Sie nur wüssten …”

Teile den Beitrag, um Mütter zu ermutigen, nach ihrem Gefühl zu handeln – und nicht nach dem, was jemand anderes für richtig erachtet.

Quelle Littlethings
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