Natursteinboden aus Papiertüten


Renovierungen sind teuer. Und wenn man günstige Tapete und Farbe nimmt, kann das auch ins Auge gehen, denn nicht immer sind sie wirklich gut zu verarbeiten oder halten auch, was sie versprechen. Und dann kommt der Boden. Wie soll das günstig gehen? Grauer Kurzfloor-Teppich – wer will das schon in der Wohnung liegen haben? Aber es gibt einen Trick, wie man einen eleganten und pflegeleichten Boden haben kann – für unter 100 €. Glaubst du nicht? Dann solltest du anfangen, Papiertüten zu sammeln und die Anleitung hier zu befolgen.

Du brauchst als Grundlage einen Beton-, Estrich- oder einen Sperrholzboden. Befreie den Boden von allen alten Belägen und reinige ihn gründlich. Vor allem darf kein Teppichklebeband, keine Scheuerleisten mehr zurück bleiben. In Betonböden sind manchmal Löcher oder Unebenheiten, das muss alles ausgeglichen werden. Glatte Böden sollten leicht aufgeraut werden, damit auch etwas halten kann. Am Besten mietest du im Baumarkt eine Schleifmaschine und raust den Bodenbelag an. Dann den Staub gründlich weg kehren und feucht nach wischen, trocknen lassen. Wenn der Boden vollständig trocken ist, dann
• Packpapier (hier), mindestens eine Rolle, oder viele einfarbige Papiertüten in große Stücke reißen und zerknittern. Sie werden später wie Naturstein aussehen, wenn man sie richtig zerreißt, zerknüllt und zerknittert.


Twitter/smarylove

 

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Bei Betonböden 50 % Wasser und
• Bastelkleber (hier) in großen Mengen mischen. Bei Holzboden ist es ein Mischverhältnis von 3:1. Den Kleber auf den Boden streichen, ein Stück Papier glatt darauf legen, mit Kleber überstreichen.

Arbeite dich Stück für Stück durch den Raum, von den Rändern zur Mitte. Die Papierstücke müssen sich überlappen, denn feuchtes Papier zieht sich beim Trocknen wieder zusammen.

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Wenn der Boden vollständig belegt ist, dann alles sehr gut trocknen lassen. Den Boden dann mit
• Holzschutz-Lack, im Baumarkt erhältlich, Farbe nach Belieben, versiegeln. Die natürliche Farbe des Papiers kommt besonders gut zur Geltung, wenn man transparenten Lack nimmt. Aber auch viele andere Farben sind möglich. Immer gleich dick auftragen, dazu eignet sich ein
• Pinsel oder ein alter Wischer, danach ist es nicht mehr zu gebrauchen

Facebook/Domestic Imperfection

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Zum perfekten Versiegeln den Boden mehrmals mit
• Polyurethan-Lack, im Baumarkt erhältlich, über lackieren, zwischen den Schichten aber immer gut trocknen lassen. Mehrere Tage nach der letzten Schicht ruhen und trocknen lassen, damit der Boden sicher Kratzer und Stöße weg stecken kann.

Auch verschiedene Holzlacke sind denkbar, damit die ‘Steine’ unterschiedlich und daher echter und natürlicher aussehen.

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Mit Formen aus dem Papier geschnitten lassen sich geniale Effekte erzielen.

Ein Projekt, welches viel Zeit, aber wenig Geld kostet. Die Mühen und die Schweißperlen lohnen sich aber, denn so einen günstigen ‘Naturboden’ hat niemand! Teile den Beitrag.

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