So wurden Schwangere früher behandelt


Wenn man das zweite, dritte oder fünfte Kind erwartet, ist es immer noch so spannend, wie es beim ersten war. Was wird es werden, wie wird es aussehen, wird es gesund sein, welches Geschlecht ist es? Die Freude ist meist übermäßig. 9 Monate lang kann man kaum an etwas anderes denken. Die meisten denken auch über das Kinderzimmer nach, die Deko, die Einrichtung, den Namen des Kindes, die Unterlagen, die man alle ausfüllen muss. Mütter und Väter machen sich Sorgen, ob alles gut geht, auch wegen den Finanzen. Aber das war vermutlich schon immer so. Und heute geht es uns gut, denn wir haben heute zumindest den Ultraschall, bei dem man sehen kann, ob es dem Baby gut geht und ob es gesund ist. Auch früher hat es schon Vorsorge-Untersuchungen gegeben, aber diese waren eher – aus unserer Sicht zumindest – rückständig. Die heutige Medizin hat so viele Fortschritte gemacht, dass die traditionellen Methoden von früher uns inzwischen eher Angst machen. Schau dir diese medizinischen Methoden der letzten Jahrhunderte an – wobei die meisten noch gar nicht so lange zurück liegen. 

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#1 Vor unserer modernen Unterwäsche gab es Korsetts. Alle Frauen trugen sie, auch während der Schwangerschaft und der Stillzeit. Angeblich war das gesundheitsfördernd, es soll auch als bequem angepriesen worden sein, aber als Schwangere?

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#2 Wir wissen heute, dass Zigaretten gesundheitsschädlich sind und das auch auf die Ungeborenen übergehen kann. Heute haben wir Warnungen auf den meisten Zigarettenverpackungen, aber vor einigen Jahren wurde Schwangeren von den Ärzten sogar empfohlen, zu rauchen – um das Gewicht des Kindes gering zu halten und die Geburt leichter zu machen. Zudem wurde es gegen Verstopfung bei Schwangeren empfohlen.

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#3 Werdende Mütter wurden mit Chloroform oder Äther behandelt – auch wenn sie völlig gesund waren. Wenn eine Frau zum Beispiel als verrückt galt, aber schwanger war, wurde sie betäubt; nicht bis zur Bewusstlosigkeit, aber um das Baby zu schützen.

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#4 Nach alten Legenden sollten sich die Schwangeren auf etwas Schönes konzentrieren, vor allem während der Geburt – dies sollte ein schönes Baby gewährleisten. Mit Logik kam man dagegen nicht an, aber es gibt keine offensichtliche, wissenschaftliche Grundlage.

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#5 Es wurde Rotwein empfohlen, um die Geburt voranzutreiben. Weitere Studien erkannten in den Jahren danach, dass eine geringe Menge Alkohol nicht schadet, aber die Ungeborenen sind besser dran, wenn die Mutter nüchtern bleibt.

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#6 Werdende Mütter wurden davor gewarnt, ein Auto zu fahren – oder auch nur mitzufahren. Die holprigen Straßen hätten dieselbe Wirkung wie ein buckelndes Wildpferd, deshalb sollten sie in “ihrem Zustand” lieber einen Zug nehmen.

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#7 Der Körper jeder Frau ist anders und reagiert anders. Während er ein neues Leben schafft, sollte man weiterhin Sport treiben und alle Schwangerschaftsgelüste ignorieren. Aber im Nachhinein wurde klar, dass es mehr aus ästhetischen Gründen war als zur Gesundheit eines Kindes.

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#8 Zu viel Sonne ist schädlich – besonders für ein Kind im Mutterleib. Die UV-Strahlen sollten angeblich innerhalb von Sekunden das Fruchtwasser zum kochen bringen und das Baby so schädigen oder gar umbringen. Heute wird vom Sonnenbaden immer noch abgeraten, aber mit Sonnenschutz kannst du ruhig ins Freie gehen.

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#9 Heutzutage ist es kein Problem mehr, lange noch im Schlafzimmer aktiv zu bleiben, aber damals wurde – besonders von Dr. John Harvey Kellogg– vor weiterem “Matratzensport” abgeraten. Damals dachte mann, dass das Baby deshalb mit einer erhöhten Libido geboren werden würde, heute weiß man, dass es kompletter Quatsch ist.

Wie oft musstest du den Kopf schütteln? Teile den Beitrag, um diese altertümlichen Methoden auch anderen zu zeigen.


Quelle LittleThings
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